![]() Der große Schritt 2008, Öl auf Nessel, 80 x 100 cm Bild anklicken für Vergrößerung. Zurück: Browserfenster schließen. Beitrag zur Wanderausstellung "Frauen- und Männerbeine in der Kunst des Dritten Jahrtausends". Start Herbst 2009 im Chateau de Reims in Chouze sur Loire, Frankreich.
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![]() Lariosaurus - 2009 176 x 40 cm, Öl auf PU-Schaum auf Nessel Illustration zur Kurzgeschichte "Der Schwimmer", 6. Platz im Literaturwettbewerb "Hoffnung im Untergang" von Christian von Kamp (Veranstalter). E-Book-Veröffentlichung siehe www.christian-von-kamp.de |
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Zur Geschichte "Gottes Liebe und Gottes Schokolade" - Leseprobe: Wir - zwei Vierzehnjährige - stehen vor unserem Schuldirektor und erklären: "Damit ist jetzt Schluss, wir treten aus dem Religionsunterricht aus, zumindest das. Aus vielem anderen würden wir gern auch austreten. Aber das ist erstmal der Anfang." "Der Anfang ..!" äfft er uns nach, "Am Anfang und am Ende steht der Allmächtige!", und erhebt sich aus seinem Chefsessel. Wirkt dadurch aber nicht größer. "Und nur der weiß, was er tut. Woher nehmt ihr die Frechheit, zu glauben, die Folgen Eures Handelns abschätzen zu können?" Ein wenig Speichel verfängt sich in seinem gelb ergrauten Schmuddelbart. Na, das ist ja mal was Neues! Die ganze Welt glaubt, dass vierzehnjährige Mädchen durch's Leben taumeln, wie geblendete Motten, geblendet von den Verheißungen künftiger Liebesträume, und dass sie sonst nichts im Hirn hätten. Und dass ältere Männer die einzigen seien, die ihnen den rechten Weg zeigen können. - "Mit Liebe, die Liebe Gottes wird euch weisen..." Was sagte ich gerade? Plump ist er, unser Direktor, da hätten wir mehr erwartet. Wie gesagt, unsere Gehirne sind weitgehend hormonfrei und wir sehen noch klar. Wenn einer von Liebe redet und älter ist, als - sagen wir einmal - achtzehn, dann sollte man als vierzehnjähriges Mädchen sofort die Flucht ergreifen. Er ächzt, trotzdem baut sich über seinem linken Ohr eine Art Leuchten auf...
Für diese Idee suche ich zum Jahresende 2009 noch einen (mutigen) Galeristen. | |
Zur Geschichte "Das Schwert" - Leseprobe: Dieses Schwert mit rotem durchbrochenem Griff und schwarzer Scheide wäre hübsch an der Wand im Wohnzimmer. Er kennt auch schon die technischen Details: die Klinge ist mit einer Hohlkehle versehen, das Same aus Rochenhaut weiß gebleicht, die Seppa aus Kupfer und die Klinge aus Kohlenstoffstahl. Er bräuchte Nelkenöl, um sie zu pflegen. Sie hört nicht mehr zu, er wird es pflegen, - mehr als sie. Und wie seine Augen leuchten, und wie er dieses Schwert pflegen wird. Er wird daran herum reiben, als gäbe es kein Morgen. Sie kichert. Und dann stundenlang mit seinen Freunden darüber diskutieren, wie ausgewogen es in der Hand liegt und wie scharf die Schneide ist. Und alle haben rote Ohren und träumen sich in die Tokugawaperiode hinein. Sie alle verkappte Ronins, einsame Helden wie Musashi, die den Frauen die Sehnsucht einpflanzen und sie dann verdorren lassen. So einer ist er auch. Ihr Magen schmerzt. Das tut er öfters in der letzten Zeit, sie kann sich gar nicht recht erklären, warum. Den Kaffee hat sie schon längst weggelassen, isst keinen Knoblauch mehr, keine Zwiebeln am Abend, aber es kommt immer wieder. Ein Ziehen, eine leichte Übelkeit, und das stundenlang, tagelang immer im Hintergrund. Es zieht ihre Mundwinkel nach unten. Am nächsten Morgen, sie erwacht in ihrem gemeinsamen Bett, liegt das Schwert neben ihr. Blank, im Stahl der Schneide spiegelt sich die Deckenlampe. Es liegt genau in der Mitte der Matratze. Zwischen seinem -leeren - Platz und ihrem Körper. Ganz nah an ihrem Ellbogen mit der scharfen Schneide, sie hätte nur eine falsche Bewegung machen müssen. Der Stahl, tausendmal gefaltet, und mit einer Blutrinne, in der das Blut des Opfers ablaufen kann. Das wäre dann an der Schneide entlang gelaufen, am Ende abgetropft und hätte vielleicht nicht einmal das Bettzeug verschmutzt. Das erkennt sie an. Aber sonst?....... | |
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