| Alexander Schmidt Malerei und Grafik Gabriel-Grupello-Weg 17 D - 68163 Mannheim Tel. 0621 / 4014529 Fax: 0621 / 4014474 e-Mail: alexander-schmidt |
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Über den Künstler |
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Die zeitgenössische Kunst aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion scheint stärker von handwerklichen Aspekten geprägt zu sein als die Kunst im Westen im
allgemeinen. Selbst diejenigen Maler, die in die Generation der heute 40jährigen gehören, durchliefen - sofern sie an einer Kunsthochschule studierten - eine "klassische Ausbildung", die
großes Gewicht auf die Entwicklung zeichnerischer Fähigkeiten und auf das Erlernen von technischen Zusammenhängen beim Bildaufbau legten.
An diesen Grundlagen orientieren sich viele russische Maler auch heute noch. Nachdem er 1990 in den Westen übersiedlte, entwickelte Alexander Schmidt eine Formensprache, die den Charakter des Bildes als Bestandteil der modernen Wohnkultur betont. Auf einem geometrisch strukturierten Hintergrund erheben sich silhouettenartige Bäume, die Naturkraft und Wachstum symbolisieren. Durch die flächigen, zeitlosen Formen und die stark reduzierten Farben passen sich diese Bilder organisch in zeitgemäßes Wohnambiente ein. Bezüglich der Raumwirkung von Bildern verfügt Alexander Schmidt über einen reichen Erfahrungsschatz, denn er arbeitet nicht nur als Maler sondern auch als Raumgestalter und Restaurator. Er verwendet bei seinen Oberflächenstrukturen plastische Substanzen, die er mit Linien und Furchen bearbeitet, so dass Schattenwirkungen entstehen. Wie bei einer erstarrten Lavamasse formen sich diese Substanzen zu symbolhaften Landschaften. Die Materialität dieser Bilder spricht für sich selbst. Darüber hinaus vermitteln Alexander Schmidts Bilder aber auch eine humanistische Botschaft, denn es fällt auf, wie sehr hier der Gegensatz zwischen der geometrischen Fläche und der vegetativen Naturform betont ist. Alexander Schmidt geht es - so macht der Künstler in einem Gespräch deutlich - vor allem darum, mit Bildern kulturhistorische Defizite offenzulegen.- Den Gegensatz zwischen Natur und Technik zum Beispiel, denn das natürliche Wachstum steht offensichtlich in einem Gegensatz zu der Technik, die die Menschen im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Mit seinen Bildern appelliert er an den Betrachter, diesen Gegensatz schärfer ins Auge zu fassen. Letztendlich, so könnte die Botschaft des Künstlers lauten, gibt es doch eine Harmonie zwischen der Natur und der Geometrie (Technik). Diese gilt es zu finden und zur Grundlage zukünftiger menschlicher Zivilisation zu machen. Dr. Helmut Orpel, Kunsthistoriker, Juni 2000. |